Was ist Go?

Das Go­-Spiel, in China Weiqi ( 围棋 ), in Japan I-Go ( 囲碁 ) und in Korea Baduk ( 바둑 ) genannt, ist ein ostasiatisches Brettspiel für zwei Personen und mit über 4.000 Jahren das älteste Brettspiel der Welt. Es kommt ursprünglich aus China und hat vor ungefähr 1300 Jahren seinen Weg nach Japan gefunden. Seitdem wurde die antike chinesische Form des Wei-qi von den Japanern zu der heute vornehmlich bekannten Form des Go weiterentwickelt. Auch heute haben Go bzw. Wei-qi in Japan und China einen großen Stellenwert, man findet kaum eine Zeitung oder ein Magazin ohne eine Kolummne über das Spiel. Ebenso populär ist das Spiel unter dem Namen 'Baduk' in Korea. Außerhalb von China, Japan und Korea wird ebenfalls Go gespielt. Weltweit dürfte die Zahl der Go-Spieler mehrere Millionen betragen.

Die Go-Regeln - kurz und knackig

Regel 1: Zwei Spieler setzen abwechselnd einen Stein ihrer Farbe auf einen freien Schnittpunkt des Spielbretts, wobei Schwarz beginnt. Der Stein bzw. die Steinkette, zu der dieser Stein gehört, muss dabei mindestens eine Freiheit, d. h. einen waagerecht oder senkrecht benachbarten freien Schnittpunkt, aufweisen. Alternativ dürfen die Spieler auch auf ihren Zug verzichten und passen. Ein bereits gesetzter Stein wird nicht mehr bewegt. Beide Spieler versuchen, mehr freie Schnittpunkte (Gebiet) für sich abzugrenzen als der gegnerische Spieler.

Regel 2: Verliert ein gegnerischer Stein oder eine gegnerische Steinkette durch einen solchen Zug die letzte Freiheit, so wird dieser Stein bzw. diese Steinkette vom Brett entfernt und bis zur Abrechnung am Ende der Partie aufgehoben.

Regel 3: Wurde vom Gegner im letzten Zug ein Stein geschlagen und könnte der Stein, den der Gegner zum Schlagen gesetzt hat, umgehend zurückgeschlagen werden, so dass die identische Brettstellung wie vor dem Zug des Gegners entsteht, so ist genau dieser Zug nicht erlaubt, um ein endloses Hin- und Herschlagen zu verhindern.

Die Abrechnung: Das Spiel endet, sobald beide Spieler nacheinander gepasst und sich auf das Spielende geeinigt haben. Alle Steine im Gebiet des Gegners, die noch geschlagen werden könnten, werden nun als Gefangene vom Brett entfernt. Jeder gefangene Stein und jeder abgegrenzte Gebiets­punkt zählen einen Punkt. Gewonnen hat, wer mehr Punkte hat. Bei Gleichstand endet die Partie unentschieden.

In Deutschland gibt es über 30.000 Go-Spieler. Davon haben sich 2.200 in Clubs organisiert. Zur Zeit der Weimarer Republik hat sich die erste Go-Gruppe in Berlin gebildet, die sich unregelmäßig in einem Café traf. Heute findet sich in nahezu jeder größeren deutschen Stadt ein Go-Club mit regelmäßigem Spielbetrieb. An nahezu jedem Wochenende wird in einer deutschen Stadt ein Go-Turnier veranstaltet. Außerdem finden jedes Jahr Deutsche Meisterschaften ebenso wie Europameisterschaften statt. Bei den vielen regelmäßigen Spielabenden in den einzelnen Städten sind Anfänger und Interessierte gerngesehene Gäste. Man kann dort die Regeln erklärt bekommen und versuchen, die Tiefen des Spiels zu ergründen. Eine Liste der Spielabende in Deutschland findet findet man auf der Website des Deuschen Go-Bundes e.V.
 

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